Am Scharmützelsee – Bad Saarow

Auf dem Weg zum Scharmützelsee begegneten uns vorgestern unsere ersten Selbstbedienungsschleusen. Die Schleusen vom Wolziger- zum Scharmützelsee sind durchweg nur ca. 35 m lang, ungefähr 5 m breit bei durchschnittlich 1,6 m Hubhöhe. Alles ziemlich niedlich gegen unsere Kanalschleusen und auch einfach zu handhaben.

Nächste Woche müssen wir kurz nach Hause. Danach wollen uns unsere Kinder für eine weitere Woche hier am See besuchen. Also haben wir nach einem Anlieger mit Campingplatz gesucht, bei dem wir dann auch mindestens 2 Wochen bleiben können. Am Fischland Schwarzhorn fanden wir alles vereint. Das ganze dann auch noch für die preiswerteste Liegegebühr aller uns bekannten Häfen. 5,– € pro Nacht unabhängig von der Bootslänge und –,50 Cent pro kW Strom.

Da wir nun noch bis Samstag Zeit haben, werden wir erstmal den Scharmützelsee entdecken. Echt tolles Gewässer mit vielen Anliegern, netten Buchten und recht klarem Badewasser.

Heute ging’s zunächst weiter nach „Bad Saarow“. Hier bezahlt man als Bootsfahrer neben der Liegegebühr und den obligatorischen 1,50/Person nun auch noch eine tägliche Kurtaxe von 1,50/Person. Wir empfinden das als Abzocke, zumal die sanitären Einrichtungen zu wünschen übrig lassen.

Die Promenade ist allerdings recht hübsch zurecht gemacht. Es gibt einen Biergarten, ein Eiscafe, viele Resturants und Naturstrände zum baden.

Erkenntnis des Tages:
Was teuer ist, muss nicht immer besser sein.

Auf dem Weg zum Scharmützelsee

Nach zwei Tagen in Teupitz wurde das Wetter nun zunehmend besser. Grund für uns die Leinen loszuwerfen und die nächste Etappe anzupeilen.

Auf dem Weg in den Scharmützelsee, legten wir einen Zwischenstop im Wolzigersee ein. Die dortige Fischerhütte ist bekannt für gute Fischbrötchen und Geräuchertes. Wir beschließen die Nacht vor Anker zu liegen. Mit dem Schlauchi der „My Dream“ versorgten wir uns mit lecker Fisch für das Abendbrot an Bord.


Gegen Abend schlief der Wind dann komplett ein. Wir verbrachten wieder eine herrliche Nacht in toller Landschaft.

Erkenntnis des Tages:
Ein Schlauchi für unsere „SUSANN“ muss her.

Teupitz

Als wir vorgestern morgen aufgestanden sind, hatten wir aufgrund des schlechten Wetters überhaupt keine Lust unseren schönen Ankerplatz am Krüpelsee aufzugeben. Die „My Dream“ lag ca. 30 m entfernt. Aber da regte sich auch nichts. Ein Telefonanruf bestätigte unsere Vermutung. Inge und Klaus erging es ebenso wie uns. Keine Lust weiterzufahren. So verbrachten wir einen weiteren Tag vor Anker bei viel Regen, Sturm, fast leeren Batterien und einem guten Buch.

Gestern morgen haben wir den Dauerregen dann gegen Sturm mit Böen um Windstärke 7 bis 8 eingetauscht. Aber wir machten uns auf den Weg zum südlichsten Punkt unserer Reise.

Die Teupitzer Gewässer sind traumhaft. Viele Naturschutzgebiete, kleine Kanäle mit hübschen Häuschen und noblen Villen zwischen den Seen.

Gegen nachmitag erreichen wir den „Tuptzen Hafen“ in Teupitz. Während ich mich bei der Anfahrt noch orientiere, erreicht mich von Klaus der Funkspruch „Die Webers sowie Kalle und Doris sind auch hier“. Große Freude und gemeinsames Abendessen mit lustigem Ausgang waren damit sicher.


Heute mittag sind die Freunde dann weitergezogen. Klaus und ich beschließen den Tag noch hier zu verbringen. Inge muß einkaufen, ich will unsere Batterien vollpumpen und zum Friseur, Ulrike möchte mal wieder ihr Fahrrad bewegen und der Wind bläst sowieso noch heftig. Lieber im Hafen faulenzen als bei dem Wind irgendwo anders festmachen.

Erkenntnis des Tages:
Wenn man nicht auf der Flucht ist, kann man den Urlaub genießen.